Realschulen in Bayern und Baden-Württemberg bieten jungen Menschen beste Perspektiven!

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Nr. 10/2019

03. April 2019

Zum vierten Mal jährt sich in diesem Jahr der Süddeutsche Realschultag in Ulm. Die Landesverbände Bayerns und Baden-Württembergs des Realschullehrerverbandes hatten sich im Jahr 2013 zusammengetan, um gegen verheerende bildungspolitische Entscheidungen in Baden-Württemberg anzugehen.

Sukzessiv und stetig sollten Realschulen dort regelrecht ausgetrocknet und zu Gunsten einer „Gemeinschaftsschule“ abgeschafft werden. Eltern, Lehrkräfte und Schulleitungen waren entsetzt darüber, wie ein gut funktionierendes Bildungssystem ideologischen Ideen geopfert werden sollte. Baden-Württemberg fiel in bundesweiten und internationalen Vergleichstests ab.

Heute, sechs Jahre später, haben sich die klar formulierten Grundsätze von 2013 durchgesetzt, und die Realschulen werden von den Menschen zunehmend als eine zukunftsorientierte, moderne Schulart erkannt, die beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt und im Berufsleben eröffnet.

„Dass dies ein Anliegen ist, das die Politik und Wirtschaft gleichermaßen betrifft, zeigt die hochkarätige Besetzung im Programm unseres Realschultages“, freut sich Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Deutschen Realschullehrerverbands (VDR) und Landesvorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv). „Gemeinsam ist es uns in den letzten Jahren gelungen, die dringend notwendige Kehrtwende in der Bildungspolitik unseres Nachbarlandes zu erreichen. Zukunftsfähigkeit funktioniert nur mit starken Realschulabsolventen – das gilt für Bayern und Baden-Württemberg.“

Dr. Karin Broszat, Vorsitzende des Realschullehrerverbandes Baden-Württemberg (RLV) kann ein trauriges Lied davon singen, wie schwer und steinig der Weg mitunter war: „Die Realschule ideologisch motiviert durch schlechtere Bezuschussung und erschwerte Rahmenbedingungen ausbluten zu lassen, ist aber nicht zuletzt daran gescheitert, dass die Eltern ihre Kinder unbeirrbar an den leistungsstarken und fest in den Regionen verankerten Realschulen anmeldeten. Eine Veränderung der Schullandschaft in dieser Weise war von den Eltern nie so gewünscht.“

Eine vom Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft (BVMW) in Auftrag gegebene INSA-Umfrage unterstützt die Einschätzung der beiden Vorsitzenden: Demnach sind etwa drei Viertel der deutschlandweit Befragten der Meinung, dass die Realschule wieder aufgewertet werden muss und zwei Drittel meinen, dass dem Realschulabschluss zu Unrecht weniger Anerkennung gezollt wird als dem Abitur. Im Hinblick auf den Fachkräftemangel bestätigen die Antworten, dass die Bevölkerung erkennt, dass jeder Abschluss seine Berechtigung hat und auf Augenhöhe gesehen werden sollte: 90 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass das Handwerk ein wichtiger Teil der deutschen Wirtschaft ist. Außerdem denken 86 Prozent, dass auch in Handwerksberufen eine gute Karriere möglich ist und gut die Hälfte meint, dass heutzutage zu viele Schüler Abitur machen.

„Es liegt nun an den Verantwortlichen in der Politik, die Weichen weiter richtig zu stellen. Die Bevölkerung möchte ein differenziertes Schulwesen, das alle gleichermaßen nach ihren Talenten fördert. Eine Benachteiligung der Realschule wäre nicht nur ein Rückschritt, sondern eine bildungspolitische Katastrophe“, schließt Jürgen Böhm.

#4SDRT - Informationen zur INSA-Umfrage unter www.vdr-bund.de

 

Pressekontakt: Waltraud Erndl, Pressesprecherin VDR, erndl@vdr-bund.de, +49 (0)15201957242


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