Keine Spur von Einheitlichkeit bei der Kultusministerkonferenz!

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Nr. 11/2021

8. April 2021

Böhm: KMK kann sich nicht auf klare Inzidenzwerte und eindeutige Test- und Impfstrategie einigen

„Die KMK hätte heute die Möglichkeit ergreifen können und die Forderungen der Lehrer-, Eltern- und Schülervertreter einheitlich angehen können. Leider hat sich einmal mehr gezeigt, dass die Kultusminister der Bundesländer die Gefährdungssituation an den Schulen in Deutschland immer noch im Alleingang bewältigen wollen“, kommentiert Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Deutschen Realschullehrerverbands (VDR), die sehr vagen Ergebnisse der heutigen Sitzung der Kultusministerkonferenz.

Die Infektionszahlen gehen bundesweit nicht zurück, sondern pendeln sich auf hohem Niveau ein. Besonders an den Schulen herrsche eine Atmosphäre der Angst und Ungewissheit, weil viele Maßnahmen nicht klar formuliert sind oder von einzelnen Bundesländern völlig willkürlich getroffen würden, so Böhm.

Die KMK sowie die Bundesländer insgesamt müssten dringend eine Einheitlichkeit im Umgang mit der Pandemie schaffen: „Dazu gehören einheitliche und konsequente Stufenpläne, die oberhalb einer 7-Tage-Inzidenz von 100 nur Distanzunterricht, und darunter ab einer Inzidenz von 50 Wechselunterricht nur in geteilten Klassen mit einem Mindestabstand von 1,5 m möglich macht.“

Daneben seien umsetzbare und praktikable Teststrategien gefordert, die die Gesundheit der Schüler und Lehrkräfte nicht noch zusätzlich gefährde. Dass Tests ein wichtiges Mittel in der Pandemiebekämpfung sind, ist völlig klar. „Die Strategie, wie sie z. B. Österreich verfolgt hat, ist leider gescheitert“, macht Böhm deutlich. Auch in Frankreich sind die Infektionszahlen auf Grund der extensiv offen gehaltenen Schulen wieder massiv gestiegen und die Politik des Wegschauens ist gescheitert.

„Es ist jetzt endlich an der Zeit, einheitlich, klar und mutig zu agieren! Inzidenzwerte einzuhalten und Impf- und Teststrategien als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu erkennen, müssen oberste Priorität haben, um in dieser letzten Phase der Pandemie transparent zu handeln und so schnell wie möglich Normalität an den Schulen wieder herzustellen!“, fordert Böhm abschließend.


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Politik

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