Moderne Bildung muss weltoffen und interkulturell sein

Nr. 27/2018

Berlin, 05. November 2018

VDR steht klar zum Motto der Jahrestagung des Deutschen Lehrerverbands

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands Heinz-Peter Meidinger konnte viele Gäste aus Bildung, Wissenschaft und Politik zur gemeinsamen Fachtagung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung zum Thema „Weltoffenheit und Interkulturalität – Aufgaben für die schulische Bildung“ begrüßen. Gerade in einer zunehmend heterogenen Gesellschaft, die von Zuwanderung und Einflüssen der Globalisierung beeinflusst wird, muss dem Thema Interkulturalität im Bildungsbereich deshalb ein hoher Stellenwert entgegengebracht werden.

Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Deutschen Realschullehrerverbands (VDR) und DL-Vize, betont die Bedeutung einer klaren Werteerziehung in allen Abschnitten der Bildungsbiographie: „Demokratiebildung muss an Schulen heute elementarer und fester Bestandteil und Inhalt sein. Gerade Kindern mit Migrationshintergrund müssen vielfältige Bildungschancen eröffnet werden. Dazu bedarf es differenzierter Angebote in der Bildung. Jungen Menschen müssen klare Ziele eröffnet, Sicherheit geboten und immer wieder Anschlüsse und Übergänge ermöglicht werden.“

Für eine Weltoffenheit und Interkulturalität in der Bildung brauche es ein zukunftsorientiertes Bildungsverständnis und vielfältige Formen des interkulturellen Austausches. Jeder Einzelne müsse in einer pluralistischen Gesellschaft lernen, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen. Die deutsche Sprache sei dabei Schlüssel zu einer aktiven Teilnahme in der Gesellschaft. „Ohne Sprachkenntnisse ist es für die Kinder von Migrationsfamilien der ersten Generation und für deren Eltern schwierig, die Ziele und demokratischen Werte zu erfassen, kennen zu lernen und zu verstehen“, betont Böhm. Hier seien sowohl die Schulen, aber auch Vereine und gemeinschaftliche Institutionen in der Verantwortung. Ebenso müssten auch die Familien selbst ein entsprechendes Engagement mitbringen, um nicht nur passiver Bestandteil eines demokratischen Systems zu werden.

 

Pressekontakt: Waltraud Erndl, Pressesprecherin VDR, erndl@vdr-bund.de, +49 (0)15201957242

 


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