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Internationaler Frauentag: Gleichstellung stößt immer noch an Grenzen

Öffentlicher Dienst in Deutschland ist Vorreiter bei der Gleichberechtigung von Mann und Frau – Rahmenbedingungen für gleiche Entwicklungschancen müssen weiter verbessert und zukunftsorientiert ausgebaut werden

„Gerade weiblichen Teilzeitkräften müssen bessere berufliche Entwicklungsmöglichkeiten in allen Sektoren des öffentlichen Dienstes eingeräumt werden. Der Schlüssel dazu liegt in der Umsetzung von zeitgemäßen Arbeitszeitmodellen auch für Führungskräfte, bedarfsorientierten Vereinbarkeitsmodellen und einer diskriminierungsfreien Leistungsbeurteilung“, das betont Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Verbands Deutscher Realschullehrer (VDR) und stellvertretender Bundesvorsitzender des dbb, im Vorfeld des Internationalen Tages der Frau in Berlin.

So sei eine gesellschaftliche Aufwertung von Zeiten der Pflege, der Erziehung und der Versorgung in der Familie – Aufgaben, die auch heute noch überwiegend von Frauen erledigt werden – dringend nötig. Gerade die öffentlichen Arbeitgeber müssen hier zukunftsorientiert denken und entsprechende Rahmenbedingungen schaffen. Die Berücksichtigung dieser gesellschaftlich enorm wichtigen Tätigkeiten in den Leistungsbeurteilung, bei Beförderungsmöglichkeiten und in der Alterssicherung sei auf Dauer ein wichtiges Instrument, um den noch existierenden Gender Gap zu schließen und den Sozialstaat Deutschland unter den modernen Industrieländern in die Spitze zu führen.

„Die Zukunft eines modernen, pluralistischen Staatswesens im 21. Jahrhundert, das von allen Menschen getragen, weiterentwickelt und akzeptiert wird, hängt wesentlich davon ab, wie es gelingt, allen Gruppen der Gesellschaft gleiche Möglichkeiten der Teilhabe an Wohlstand und Fortschritt, der freien Entwicklung der Persönlichkeit und der Verwirklichung persönlicher und gesellschaftlicher Ziele zu ermöglichen. Das unterscheidet unser demokratisches Gesellschaftsmodell von autoritären Unterdrückungsstaaten, die vor allem immer wieder die Frauen ausbeuten und diskriminieren. Deutschland muss als Vorbild weiter vorangehen“, so Böhm abschließend.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM_180307.pdf


Autor: Pressekontakt VDR: VDR-Geschäftsstelle: 089 55 38 76