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Böhm: Realschulabschluss eröffnet alle Chancen im Leben

didacta 2018 stellt wichtige Weichen für den Digitalisierungsprozess an den Schulen

„Die weltweit größte und gleichzeitig Deutschlands wichtigste Bildungsmesse didacta nimmt im Jahr 2018 ein wesentliches Thema verstärkt in den Blick: die Digitalisierung, deren Bedeutung der Realschullehrerverband auf Landes- sowie Bundesebene immer wieder betont. Besonders die Vielfalt der Angebote der hier anwesenden Hersteller zeigt, wie wichtig dieses Zukunftsthema gerade auch in den Schulen ist – unter anderem deshalb ist der Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) mit seinen Landesverbänden auch in diesem Jahr wieder vor Ort auf der didacta anzutreffen“, äußert sich Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des VDR, im Vorfeld der Eröffnung der didacta 2018 in Hannover.

Digitalisierung sei an den Schulen ein wichtiges, zukunftsweisendes Thema, das jedoch nicht nur Chancen, sondern auch Risiken berge. Daher ist es umso wichtiger, dass die jungen Menschen eine umfassende Medienerziehung an den Schulen erhalten, um so auf den richtigen Umgang mit digitalen Medien vorbereitet sowie über die Risiken und Gefahren der Mediennutzung aufgeklärt zu werden. „Nicht minder wichtig ist allerdings, dass die Politik tätig wird und ihren Beitrag zum Voranbringen des Digitalisierungsprozesses an den Schulen leistet. Zwar hat sich schon viel bewegt, nach wie vor besteht allerdings noch großer Handlungsbedarf – beispielsweise in Bezug auf die Ausstattung der Schulen mit digitalen Medien, die an vielen Stellen noch zu wünschen übrig lässt“, so Böhm mit Blick auf die Vielfalt der pädagogischen Angebote und technischen Möglichkeiten auf der didacta.

Böhm warnt aber davor, eine einheitliche Bildungsstruktur im ganzen Bundesgebiet als Allheilmittel zu sehen. „Im Zuge einer Unterstützung im Bereich der Digitalisierung darf keinesfalls in die Schulstrukturen der einzelnen Länder eingegriffen werden. Es geht künftig um einen kooperativen und leistungsfähigen Föderalismus für die Menschen in den Bundesländern, keine Gleichschaltung aus Berlin auf dem kleinsten Nenner“, so der VDR-Vorsitzende. Der Bildungsföderalismus dürfe nicht infrage gestellt werden und die Vielfalt der Bildungswege müsse gewahrt werden. Die Vielfalt unseres föderalen Bildungswesens habe sich bewährt. Es gehe um die konkreten Zukunftschancen der jungen Menschen, die die Zukunft dieses Landes wesentlich mitgestalten. „Der Realschulabschluss eröffnet ihnen hierbei die besten Möglichkeiten für eine Karriere in Handwerk und Industrie, schafft aber auch Anschlüsse für den akademischen Weg“, macht Böhm abschließend deutlich.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM_1802109.pdf

Autor: Pressekontakt VDR: VDR-Geschäftsstelle: 089 55 38 76