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Zukunftsorientierte, realistische Bildungspolitik ist wichtiger denn je – eine „Schule für alle“ kann es nicht geben

VDR-Bundesvorstand attestiert differenziertem, leistungsorientiertem Schulwesen große Zukunftsbedeutung

Auf der Herbsttagung des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR) Ende November in Fulda diskutierte der Bundesvorstand Strategieempfehlungen des Arbeitskreises junger Funktionsträger im VDR und des Wissenschaftlichen Beirats der VDR-Bundeszeitschrift mit dem Ziel, die hohen Leistungs- und Qualitätsansprüche in der föderalen deutschen Bildungspolitik aufrechtzuerhalten und so den Schülern bestmögliche Lernbedingungen während der Schulzeit zu bieten sowie ihnen einen optimalen Start ins Berufsleben zu ermöglichen.

Dafür sei besonders wichtig, bildungspolitische Begriffe, die in den vergangenen Jahren zunehmend aufgeweicht und entstellt wurden, nachhaltig zu besetzen. Die Unabdingbarkeit des differenzierten Schulwesens, die hohe Bedeutung einer am pädagogischen Mehrwert orientierten Digitalisierung an Schulen, Chancengerechtigkeit, die Wichtigkeit der Rolle der Lehrkräfte sowie die Garantie, mittels zukunfts- und qualitätsorientierter Ausbildung die Fachkräfte von morgen heranzubilden, seien hierbei ausschlaggebend, so VDR-Bundesvorsitzender Jürgen Böhm.

Außerdem müssten bildungspolitische Fehlentwicklungen thematisiert und sinnlose Strukturreformen kritisch betrachtet werden. Es könne keine „Schule für alle“ geben; immer müsse den individuellen Bedürfnissen eines jeden Schülers nachgekommen werden. Ebenso wenig dürfe die Rolle der Lehrkraft zu der eines „Lernbegleiters“ herabgestuft werden. „Bei der Planung und Gestaltung von Lernprozessen, der individuellen Förderung der Schüler, ihrer Persönlichkeitsbildung und ihrer Vorbereitung auf das Leben nach dem Schulabschluss ist die Lehrkraft ein ganz entscheidender und unersetzbarer Faktor“, erklärt Böhm. Auf keinen Fall dürften Lehrkräfte mit den Themen Inklusion und Integration alleingelassen werden. Die Verbesserung der Rahmenbedingungen an den Schulen – von digitaler Infrastruktur über Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte bis zur Modernisierung der Schulen – sei dabei wichtiger denn je, betont der Vorsitzende.

„Eine pädagogisch sinnvolle, am Kind orientierte und mit Leistungskomponenten versehene Differenzierung in bewährten Schularten muss zu qualitativ anerkannten Abschlüssen wie dem Hauptschulabschluss, dem Realschulabschluss und dem Abitur führen. Dabei gibt es keinen ‚Königsweg’ und keine Abstufungen. Die Stärkung vielfältiger differenzierter Bildungswege mit klaren Anschlüssen und Übergangsmöglichkeiten sind der Schlüssel zum Erfolg der jungen Menschen“, resümiert Böhm.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM_161130.pdf

Autor: Pressekontakt VDR: VDR-Geschäftsstelle: 089 55 38 76