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Leistungsorientierung und Differenzierung

Zum Thema „Neue Herausforderungen im Bildungsbereich – Bildung zwischen Zukunftsgestaltung, Integrationsaufgaben und Fachkräftemangel“ haben sich der Wissenschaftliche Beirat der VDR-Verbandszeitschrift „Realschule in Deutschland“ (RiD) und der Geschäftsführende VDR-Bundesvorstand Mitte September in der Nähe von Hammelburg (Unterfranken) getroffen.

Die gemeinsame Fachtagung behandelte auch den OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick 2016“. Eine der zentralen Aussagen des Berichts bescheinigt, dass die berufliche Bildung in Deutschland sowohl leistungsstark als auch zukunftsweisend ist. Für den VDR-Bundesvorsitzenden Jürgen Böhm gilt dies insbesondere für die Realschulbildung: „Gerade der Realschulabschluss bietet nicht nur den Absolventen einen optimalen Start ins Berufsleben, sondern ist auch für die deutsche Wirtschaft ein Qualitätsgarant, der die händeringend gesuchten Fachkräfte von morgen bringt“, so Böhm.

Die Herausforderungen der kommenden Schuljahre beinhalten unter anderem die Themen Digitalisierung, eine pädagogisch sinnvolle Inklusion sowie die Integration von ungefähr 300.000 schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen aus Asylbewerber- und Flüchtlingsfamilien. Die VDR-Vertreter sowie die externen Experten betonten, dass die Bildungsqualität hierbei auf dem bisherigen hohen Niveau gehalten werden müsse.

Deutschland muss künftig den Fokus auf Bildung weiter verstärken, so ein weiteres Ergebnis des Berichts. Der VDR-Bundesvorsitzende hebt in diesem Kontext die notwendige Stärkung der Realschule hervor, die auf Leistungsorientierung sowie Differenzierung setzt. Böhm betont, dass in allen Bundesländern an den Grundprinzipien der Realschulbildung festgehalten werden müsse, um die Schüler individuell und leistungsgerecht fordern und fördern zu können. „Bildungsgerechtigkeit entsteht nur dann, wenn ein Schüler gemäß seiner individuellen Voraussetzungen gefördert wird und entprechende Leistungsanforderungen erfüllen kann – nur so können die Schüler von heute zu #Zukunftsgestaltern von morgen werden“, hält Böhm fest.

Weiterhin unterstreicht der OECD-Bericht die Bedeutung, die den Lehrkräften bei sämtlichen Aufgaben von der Persönlichkeitsentwicklung über die individuelle Förderung bis hin zur Integration der Schüler zukommt. „Unsere Lehrkräfte sind der Dreh- und Angelpunkt einer erfolgreichen Bildung. Umso wichtiger ist es, dass sie sämtliche Unterstützung erhalten, die sie für ihre Aufgaben benötigen. Hiermit ist die Ausweitung der Lehrerreserve an den Schulen genauso gemeint wie ein kontinuierlich ausgebauter Einstellungskorridor für bestens ausgebildete junge Lehrkräfte, Anreize für die Ergreifung des Lehrerberufes oder die Schaffung notwendiger pädagogischer Freiräume“, schließt Böhm.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM_160921.pdf

Autor: Pressekontakt VDR: Jürgen Böhm mobil 0151/117 155 89