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Verband Deutscher Realschullehrer begrüßt Pläne der neuen KMK-Präsidentin

VDR-Presseerklärung vom 23.02.2015 zur Eröffnung der Bildungsmesse „didacta“ in Hannover

VDR-Vorsitzender fordert vor der Eröffnung der Bildungsmesse „didacta“ ein klares Bekenntnis zu differenzierten und am Kind orientierten Bildungsangeboten sowie die Abkehr von Einheitsschulphantasien und einseitiger Akademisierungswut

„Moderne Bildung bedeutet heute, unsere Kinder und Jugendlichen auf die vielfältigen Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Dabei hilft es nicht, höchste formale Schulabschlüsse mit dem Füllhorn auszuschütten und die Leistungsanforderungen immer weiter nach unten zu schrauben. Wichtig ist, dass Jugendliche entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit gefördert werden und Übergänge in die berufliche Ausbildung oder an die Hochschulen eröffnet werden, die den jungen Menschen klare Perspektiven eröffnen“, so äußerte sich der Bundesvorsitzende des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR), Jürgen Böhm, am Vortag der Eröffnung der weltgrößten Bildungsmesse in Hannover.

Die im VDR zusammengeschlossenen Landesverbände fordern seit Jahren eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Bildungsinhalten, eine Abkehr von politisch motivierten Schulstrukturveränderungen und der zunehmenden Tendenz der leistungsfeindlichen Vereinheitlichung von Bildungsstrukturen in den Bundesländern. Dabei müsse der einzelne Schüler mehr in den Mittelpunkt gerückt werden und Inhalte in den Schulen Eingang finden, die die Lebenswirklichkeit der jungen Menschen abbilden. Verbraucherbildung, Digitalisierung und der Umgang mit neuen sozialen Netzwerken gehörten ebenso in die Schulen wie Lesen, Schreiben, Rechnen und Werteerziehung.

„Die erfolgreiche und hochdifferenzierte Bildung in Deutschland ist ein Erfolgsmodell, um das man uns in der Welt beneidet. Das Geheimnis des aktuellen wirtschaftlichen Erfolges besteht auch darin, dass die berufliche und die akademische Bildung in unserem Land gleichberechtig nebeneinander standen und weiter stehen müssen. Wer die Vielfalt der Bildungskarrieren und der Berufswege in unserem Land zerstört, wer leistungsfeindliche Einheitsschulen kreieren möchte, der gefährdet die Zukunft unseres Landes und unserer Kinder“, so Böhm.

Stand des VDR auf der „didacta“ vom 24.02.-28.02.2015 – Halle 16 / Stand D35

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM_150223.pdf

Autor: Karlheinz Kaden, Pressesprecher