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Grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg kommt an Realschulen nicht vorbei
Presseerklärung des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR) vom 24.11. 2014 zur Realschule in Baden-Württemberg

Kultusminister Stoch (SPD) muss nach drei Regierungsjahren die Haltung zu den Realschulen revidieren

„Nach über drei Jahren der Ignoranz und Machtarroganz sind die Versuche, eine nachweislich erfolgreich arbeitende Schulart in Baden-Württemberg durch ein Gemeinschaftsschulprojekt zu ersetzen, vorerst gescheitert. Die grün-rote Landesregierung muss eingestehen, dass man ohne die Realschule den Bildungsstandort Baden-Württemberg nicht weiterentwickeln kann. Die Menschen stehen zu den Realschulen und wissen, dass die Realschülerinnen und Realschüler beste Zukunftsperspektiven haben“, erklärte der Bundesvorsitzende des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR), Jürgen Böhm, nach dem Bekanntwerden der Pläne der Landesregierung, die Realschulen im Land künftig zu stärken.
Erneut zeige sich, so Böhm, dass sich mit ideologisch motivierten Schulstrukturveränderungen die bildungspolitischen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft nicht bewältigen lassen. Die Realschulen, gerade in Baden-Württemberg, leisten einen entscheidenden Beitrag zur Deckung des Fachkräftebedarfs und bieten den Schülerinnen und Schülern beste Übergangsmöglichkeiten zu weiterführenden Bildungsangeboten. Nur die Stärkung der Realschulen und deren qualitative Weiterentwicklung bieten eine tragfähige Basis für eine starke und leistungsfähige Berufliche Bildung.
Allen Versuchen eine Einheitsschule durch die Hintertür einzuführen, würden die Menschen in Baden-Württemberg eine Abfuhr erteilen. Realschulen zeichneten sich durch hohe Qualität, eine klare Profilbildung und durch eine eindeutige Leistungsorientierung aus, so Böhm.
„Es scheint sich in unserem Land langsam eine realistische Wende in der Bildungspolitik abzuzeichnen. Bildungspolitische Fehlentwicklungen, die zum Beispiel in Schleswig-Holstein zur Beseitigung der Realschulen und zu einem Niveauverlust der mittleren Bildung führten, wollen die Menschen in Baden-Württemberg nicht“, stellt der Bundesvorsitzende des Realschullehrerverbandes fest.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM_141124.pdf

Autor: Autor: Karlheinz Kaden, Pressesprecher