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Zukunftsfähige Bildung in Sachsen-Anhalt gelingt nur mit hoher Qualität der differenzierten Bildungsangebote an den Sekundarschulen
Gemeinsame Presseerklärung des Sekundarschullehrerverbandes Sachsen-Anhalt e.V. und des VDR-Bund vom 10.11.2013

In der Merseburger Erklärung formuliert der Sekundarschullehrerverband Sachsen-Anhalt e.V. die Grundsätze der weiteren Verbandsarbeit und erteilt Verschlechterungen der pädagogischen Rahmenbedingungen an den Sekundarschulen und Einheitsschulkonzepten eine klare Absage

„Ohne die hervorragende Arbeit der Lehrkräfte an den Sekundarschulen in Sachsen-Anhalt, die Schülerinnen und Schüler zum anerkannten Realschulabschluss führen, hätte das Land bei der jüngsten IQB-Vergleichsstudie nicht einen der vorderen Plätze belegen können“, betonte der Bundesvorsitzende des Dachverbandes VDR, Jürgen Böhm, während seines Besuches des Sekundarschullehrerverbandes Sachsen-Anhalt e.V. in Merseburg.

Die Landesvorsitzende des SLV Sachsen-Anhalt, Claudia Diepenbrock, und der Bundesvorsitzende führten bereits am Freitagvormittag Gespräche im Magdeburger Kultusministerium, in denen sie die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Lehrkräfte an den Sekundarschulen und klare Perspektiven für die Schulen vor Ort einforderten. Ein wichtiges Thema stellte die Umsetzung der Inklusion an den Sekundarschulen dar. „Inklusion kann nur gelingen, wenn Eltern und Kinder eine jeweils geeignete Schule wählen können, in der jedem Kind die nötige Zuwendung gesichert ist, wenn dort die erforderlichen Personal- und Sachkosten zur Verfügung gestellt werden und wenn klare Konzepte für die optimal mögliche Förderung der betroffenen Kinder den geforderten Respekt und die Verantwortung für Ihre Zukunft widerspiegeln“, so Böhm.

Die in Merseburg durchgeführte Gesamtmitgliederversammlung wählte Claudia Diepenbrock erneut zur Landesvorsitzenden und verabschiedete mit der Merseburger Erklärung wichtige Grundsätze der Weiterarbeit des Landesverbandes.

Merseburger Erklärung

- Erhalt und qualitative Weiterentwicklung der erfolgreichen Sekundarschulen in Sachsen-Anhalt mit klarer differenzierter Förderung der Schülerinnen und Schüler und eindeutiger Abschlussorientierung (Hauptschulabschluss, Realschulabschluss und Erweiterter Realschulabschluss)

- Ausbau der vielfältigen Übergangs- und Anschlussmöglichkeiten für die Absolventen der Sekundarschulen zu qualifizierten Berufsfeldern und weiterführenden schulischen Angeboten

- Verstärkung der Zusammenarbeit der Sekundarschulen mit der Industrie, dem Handwerk und der öffentlichen Verwaltung, um den künftigen Fachkräftebedarf in Sachsen-Anhalt decken und die demografischen Herausforderungen des Landes bewältigen zu können

- Pädagogisch sinnvolle Umsetzung der Inklusion im Rahmen der zur Verfügung stehenden Ressourcen an den Sekundarschulen – klares Bekenntnis zum Erhalt der Förderschulen im Land

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM_131110.pdf

Autor: Karlheinz Kaden, Pressesprecher