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Differenzierung und Vielfalt sind der Schlüssel zum Bildungserfolg

Auf seiner diesjährigen Tagung am 20./21. September in Lübeck diskutierten der Vorstand
des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR) und der Wissenschaftliche Beirat seiner
Zeitschrift „Reale Bildung/Realschule in Deutschland“ Fragen der Bildung von Lerngruppen
und der Gestaltung differenzierter Lernangebote. Insbesondere durch das Einführungsreferat
von Prof. Drs. Albert Ziegler, Lernpsychologe an der Universität Erlangen-Nürnberg, wurde
deutlich, dass die Bildung heterogener Lerngruppen nicht ins Uferlose gehen könne. Mit
Zahlen aus seinen jüngsten Forschungsergebnissen konnte Prof. Ziegler belegen, dass ein
erfolgreicher Unterricht an Mindeststandards gebunden ist. Das Gremium war sich darin
einig, dass schulische Angebote ein solches Mindestmaß an äußerer Differenzierung nicht
unterschreiten dürfen, wenn jeder Schüler und jede Schülerin von den unterrichtlichen Angeboten
profitieren soll. „Differenzierte, vielfältige Bildungsangebote können nachweislich
besser auf die zunehmende Heterogenität unserer Gesellschaft reagieren und den Herausforderungen
an eine moderne, zeitgemäße Bildung wesentlich effektiver entgegnen. Die
vorhandene Heterogenität darf nicht zu undurchdachten, mitunter ideologisch motivierten
Schulstrukturexperimenten führen, in denen Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte zum
Spielball einer populistischen Bildungspolitik werden“, so der VDR-Bundesvorsitzende Jürgen
Böhm.
Er forderte im Resümee der Lübecker Veranstaltung eine Stärkung
differenzierter Schulbildungsgänge und -angebote, die zu
anerkannten und qualitativ untermauerten Bildungsabschlüssen
führen. „Ein starkes, differenziertes Bildungswesen mit vielfältigen
Anschluss- und Übergangsmöglichkeiten im allgemeinbildenden
und beruflichen Schulwesen ist der Garant für unseren
gesellschaftlichen Zusammenhalt und den wirtschaftlichen
Erfolg des Landes“, schloss Böhm.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM_130922.pdf

Autor: Karlheinz Kaden, Pressesprecher