zurück
„Vielfalt der Bildungswege verhindert Jugendarbeitslosigkeit!“

VDR-Bundesvorsitzender sieht die Ursachen der hohen Jugendarbeitslosigkeit in einigen europäischen Ländern in verfehlter Bildungspolitik und fehlenden Differenzierungsmöglichkeiten im Schulwesen

„Die einseitige Orientierung auf akademische Abschlussquoten, die Vernachlässigung der beruflichen Bildung und die fehlenden Differenzierungsangebote im öffentlichen Bildungswesen sind Ursachen der derzeit extrem hohen Jugendarbeitslosigkeit in Ländern wie Frankreich, Italien, Portugal, Spanien und Griechenland“, kommentierte der Bundesvorsitzende des Verbandes Deutscher Realschullehrer die aktuelle Diskussion zur erschreckend hohen Jugendarbeitslosenquote in Europa.

Die Vielfalt der Bildungswege, die das differenzierte Schulwesen in Deutschland den Jugendlichen bietet, spiegelt sich in der erfreulich niedrigen Arbeitslosenquote wider. In Bundesländern mit vielfältigen differenzierten Bildungsangeboten liegt die Arbeitslosenquote der Jugendlichen weit unter dem Bundesdurchschnitt von 7,5 %. Durch Übergänge und Anschlüsse zwischen den differenzierten Angeboten werden Jugendlichen alle Wege offen gehalten und mannigfache Berufschancen eröffnet. Böhm warnte die Bildungspolitiker der Bundesländer, die Fehler einiger europäischer Länder zu wiederholen und die Zukunft der Jugend und die Leistungsfähigkeit des deutschen Bildungswesens und der Wirtschaft aufs Spiel zu setzen. „Wer auf Einheitsschulsysteme setzt, die Vielfalt der Menschen missachtet und individuelle Wege nicht zulässt, wird künftig Schiffbruch erleiden“, so Böhm. Die Realschulbildung mit dem hoch anerkannten Realschulabschluss gebe den Jugendlichen die richtige Basis für eine qualifizierte Ausbildung und eröffne alle Bildungswege. Wer sich der demografischen Herausforderung und der drohenden Fachkräftelücke stellen möchte, müsse auf Differenzierung, Vielfalt, Leistungsorientierung und Übergänge setzten.

Deshalb : MEHR Vielfalt, MEHR Bildung, MEHR Chancen.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM_130708.pdf

Autor: Karlheinz Kaden, Pressesprecher