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Ohne Realschulen keine starke Bildung - Realschulen unverzichtbar!
Realschullehrkräfte in Baden-Württemberg und Bayern fordern starke Realschulen für eine starke Bildung als Grundlage für Wohlstand

Die Landesverbände RLV-BW und brlv fordern beim 1. Süddeutschen Realschultag in ihrer Ulmer-Resolution die jeweiligen Landesregierungen auf, ein klares und uneingeschränktes Bekenntnis zum differenzierten Schulwesen mit der eigenständigen Schulart Realschule zu geben.

„Für Baden-Württemberg als Wirtschaftsstandort ist die Realschule unverzichtbar. Sie bietet ihren Abgängern mit dem höchst anerkannten Mittleren Bildungsabschluss ein Ticket in eine erfolgreiche berufliche Zukunft im dualen System. Darüber hinaus schafft die Realschulbildung die Grundlage für ein Hochschulstudium auf dem Weg über das berufliche Gymnasium G9,“ so die Landesvorsitzende des Realschullehrerverbandes Baden-Württemberg Irmtrud Dethleffs-Niess, „deshalb fordern wir von der Politik ein klares Bekenntnis zur Realschule und eine Bestandsgarantie unserer über Jahrzehnte erfolgreichen Schulart,“ so Dethleffs-Niess abschließend.

Als „nicht nachvollziehbar“ bezeichnete Anton Huber, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv), die Diskussionen zum Fortbestand der Realschulen in Baden-Württemberg. „Für uns steht fest, dass eine starke Bildung nur mit starken Realschulen möglich ist und gerade die Realschulen für sehr gut qualifizierten Nachwuchs bei Fachkräften und für das Hochschulstudium sorgen. Deshalb treten wir für den Dreiklang „Starke Realschulen – Starke Bildung – Starker Süden!“ ein und fordern dazu auf, das differenzierte Schulwesen mit eigenständiger Realschule zu erhalten.“ äußert sich brlv-Chef Huber zu den unterschiedlichen bildungspolitischen Vorschlägen in den beiden südlichen Bundesländern. In der Ulmer Resolution werden die Grundpositionen der beiden Realschulverbände im Süden der Republik beschrieben. Die Lehrkräfte fordern ein klares und unmissverständliches Bekenntnis der Landesregierung in Baden-Württemberg zur eigenständigen Schulart Realschule und eine Bestandsgarantie. Die hoch geschätzte Realschule muss sich ohne den Zwang, sich zu Gemeinschaftsschulen umwandeln zu müssen, und mit einer den Gemeinschaftsschulen gleichgestellten personellen und sächlichen Ausstattung weiterentwickeln können. Das sorge, so die übereinstimmende Meinung, für hohe Bildungsqualität.

Der Bundesvorsitzende des Dachverbandes der Realschulverbände, VDR, Jürgen Böhm hob die wichtige Rolle der Realschulen hervor: „Realschulen sind moderne Schulen, die immer auf die Entwicklungen der Gesellschaft reagierten und reagieren, sie ermöglichen die Partizipation der Heranwachsenden am gesellschaftlichen Leben und sie vermitteln jungen Menschen Theorie und Praxis im richtigen Verhältnis. Wer die gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland richtig analysiert, der kann auf die künftigen qualifizierten Fachkräfte aus den Realschulen, die ein Hochtechnologiestandort benötigt, nicht verzichten. Und das sage ich gerade mit Blick auf Baden-Württemberg und Bayern.“

Der Staatssekretär im Bayerischen Kultusministerium Bernd Sibler betonte im Rahmen der Podiumsdiskussion: „Mit dem differenzierten Schulsystem denken wir vom Kind aus. Unsere jungen Menschen erhalten in der jeweiligen Schulart die Förderung, die sie brauchen. Die Realschule nimmt in dieser Bildungslandschaft eine wichtige Rolle ein: Sie vermittelt neben einer breiten Allgemeinbildung auch praxisbezogene Grundlagen für die Berufswelt und sorgt damit dafür, dass die Absolventen für ihre Berufsausbildung oder schulische Weiterbildung hervorragend vorbereitet sind.“

brlv-Vorsitzender: Anton Huber, Handy 0171/8 29 01 93
Landesvorsitzende RLV: Irmtrud Dethleffs-Niess
VDR-Bundesvorsitzender Jürgen Böhm

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM_130315.pdf