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"Nur ein leistungsorientierter Bildungsföderalismus kann die Herausforderungen an zukunftsfähige Bildung bewältigen"

Bundesvorsitzender des VDR unterstreicht in Berlin die Bedeutung der Kulturhoheit der Länder mit dem jeweiligen Ziel, Kindern und Jugendlichen passgenaue Bildungsangebote und bestmögliche Übergänge ins Berufsleben zu ermöglichen.

"Die großen Herausforderungen, die eine zukunftsgerichtete Bildungspolitik im Sinne der uns anvertrauten Kindern bewältigen muss, wie die Fragen der Partizipation am gesellschaftlichen Leben, der Chancengerechtigkeit oder der Schaffung bester Übergänge ins Erwerbsleben kann ein, an den Bedürfnissen der Menschen orientierter, leistungsorientierter Bildungsföderalismus sehr viel besser bewältigen, als eine gleichgeschaltete Bildungspolitik über alle Bundesländer hinweg", diese Einschätzung traf der Bundesvorsitzende des Verbandes Deutscher Realschullehrer, Jürgen Böhm, auf der Bildungskonferenz „Bund, Länder und Kommunen in gemeinsamer Verantwortung: Wege in einen leistungsfähigen Bildungsföderalismus“, die von der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit der Bertelsmann-Stiftung, der Telekom Stiftung, der Stiftung Mercator und der Vodafone Stiftung am 14./15.02.2013 in Berlin veranstaltet wurde.

Der zeitgemäße Umgang mit Heterogenität in unserer Gesellschaft erfordere differenzierte, passgenaue Bildungsangebote mit vielfältigen Übergangsmöglichkeiten und Wegen in Beruf und Studium. „Kein Bildungsweg darf in einer Sackgasse enden", so Böhm. Gerade den erfolgreich arbeitenden Realschulen und den Realschulbildungsgängen, die mit dem Qualitätssiegel Realschulabschluss den Jugendlichen eine hervorragende Ausgangsbasis bieten, komme im föderalen Bildungsgefüge eine entscheidende Rolle zu, um Chancengerechtigkeit und qualitative Bildung zu ermöglichen.

"Eine plurale und dynamisch entwickelnde Gesellschaft braucht differenzierte Antworten und eine Vielzahl an Entscheidungsmöglichkeiten für die Betroffenen. Einheitslösungen, Zentralisierungsphantasien und den Abbau von Bildungsvielfalt können wir uns in Deutschland, gerade im Bereich der Bildung nicht leisten", betont Böhm.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM_130215.pdf

Autor: Karlheinz Kaden, Pressesprecher