zurück
"Chancengerechtigkeit für junge Menschen beginnt im Elternhaus und kann nur durch hohe Qualität in der Bildung hergestellt werden"

"Wer eine zukunftsbezogene Bildungspolitik in Deutschland gestalten möchte, der muss auch künftig auf Qualität in der Bildung setzen. Alle Forschungsergebnisse der vergangenen Jahre belegen eindrucksvoll, dass zwischen der Qualität der Bildung und dem erfolgreichen Übergang der jungen Menschen in die Berufswelt ein enger Zusammenhang besteht", dies betonte der Bundesvorsitzende des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR) im Vorfeld der dbb-Jahrestagung 2013 "Der öffentliche Dienst – Vorbild und Vorteil für Deutschland" in Köln.

Dabei können die großen Fragen unserer Zeit, wie der sich verstärkende Fachkräftemangel als Folge der demografischen Entwicklung in Deutschland, die Frage der Integration von Kindern mit ausländischen Wurzeln und die sinnvolle Umsetzung der Inklusion nur gelöst werden, wenn die Qualität der erreichten Schulabschlüsse stimme. Niemanden nütze eine quotenorientierte Bildungspolitik, die nur nach Abschlüssen auf dem Papier, jedoch nicht nach Qualität und die vermittelten Inhalte des jeweiligen Abschlusses und Bildungsganges frage.

"Hinter einem Hauptschulabschluss, einem Realschulabschluss oder einem Abitur muss weiterhin ein hoher Qualitätsanspruch stecken, der den Jugendlichen alle Möglichkeiten des Übergangs in die Berufswelt oder zu weiteren schulischen oder universitären Angeboten eröffnet. Den Jugendlichen muss mit der Berechtigung eines Bildungsabschlusses die Sicherheit gegeben werden, mit diesem Abschluss auch für Anschlüsse befähigt zu sein.", so der VDR-Vorsitzende. Dabei stelle die klare Profilbildung einzelner Bildungsgänge eine Grundvoraussetzung dar. Es helfe überhaupt nichts Bildungsgänge bis zur Unkenntlichkeit zu vermischen, Schulen zu Experimentierfeldern umzugestalten und eine ganze Schülergeneration schlecht ausgebildet in eine ungewisse Zukunft starten zu lassen. „Ein qualitativ starkes, durchlässiges, differenziertes Schulwesen, dass auf die Bedürfnisse des einzelnen Kindes eingeht und den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts begegnet – das muss die Antwort einer modernen Bildungspolitik im Jahre 2013 sein.“, so Böhm.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM_130106.pdf

Autor: Karlheinz Kaden, Pressesprecher