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Klare Absage an die Einheitsschule

VDR-Bundesvorsitzender Böhm begrüßt das Karlsruher Bekenntnis der FDP zu Individualität, Freiheit und Leistung

„Wer sich so klar zu den demokratischen Grundwerten Freiheit und Individualität bekennt sowie den sozialen Aufstieg durch Bildung beschwört, der muss das differenzierte Schulwesen mit all seinen vielfaltigen föderalen Ausprägungen und Möglichkeiten unterstützen“, betonte der Bundesvorsitzende des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR), Jürgen Böhm, nach Beendigung des Bundesparteitages der FDP in Karlsruhe.

Besonders die klare Absage der FDP an eine Einheitsschule, wie sie derzeit von den grün-roten Landesregierungen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen angestrebt werden, sei eine klare Entscheidung zum Wohle der Kinder, die entsprechend ihrer vielfältigen und unterschiedlich ausgeprägten Talente gefördert werden müssen, um ihnen alle Zukunftschancen zu eröffnen. „Dabei müssen die differenzierten Bildungswege den Heranwachsenden alle Möglichkeiten offenhalten und Übergänge in Beruf, Studium oder Selbständigkeit bieten“, so Böhm. Der soziale Aufstieg durch Bildung könne nur gelingen, wenn das Kind als einzigartiges Individuum betrachtet würde und nicht durch Gleichmacherei und Vereinheitlichung seiner individuellen Entwicklungsmöglichkeiten beraubt werde. Begriffe wie Leistung, Bildungsqualität und Chancengerechtigkeit müssen Vereinheitlichungstendenzen entgegengesetzt werden, die letztlich zur Einschränkung der persönlichen Entwicklung führen.

„Zur Durchsetzung dieser für Deutschland entscheidenden Zukunftsaufgabe muss man verstärkt auf differenzierte Bildungswege zur Förderung aller Talente setzen – eine Fokussierung auf das Gymnasium allein wird dies nicht leisten können. Die Realschulen und die Realschulbildung mit den vielfältigsten Übergangsmöglichkeiten und die hochdifferenzierte Berufliche Bildung müssen noch stärker ins gesellschaftliche Bewusstsein gerückt und die vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten für die Jugendlichen dargestellt werden“, unterstreicht der VDR-Vorsitzende.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM_120422.pdf

Autor: Karlheinz Kaden, Pressesprecher