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"Punktgenaue Unterstützung der Kinder statt Gießkannenprinzip ..."

VDR-Bundesvorsitzender Böhm würdigt erfolgreiches „Bildungspaket“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Als gelungenes Beispiel dafür, wie Schüler und Schülerinnen aus wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen optimal unterstützt werden können, ordnete der VDR-Bundesvorsitzende Jürgen Böhm das sogenannte „Bildungspaket“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ein. Das Paket war von Bundesministerin Ursula von der Leyen vor genau einem Jahr mit der Maßgabe aufgelegt worden, Kindern aus finanziell schlechter gestellten Elternhäusern Hilfen für die Inanspruchnahme von Mittagstischen in Ganztagsschulen, Zuschüsse bei Klassenfahrten zu gewähren oder die Finanzierung zusätzlicher Lernfördermaßnahmen zu ermöglichen.

Umfragen zeigten, kommentierte Böhm die derzeitige Situation, dass sich das „Bildungspaket“ nach einjähriger Laufzeit einen breiten Bekanntheitsgrad bei den Anspruchsberechtigten erworben hat und seine Akzeptanz weiter stetig steige. Nach den klassischen Anlaufschwierigkeiten, die Projekte dieser Größenordnung grundsätzlich begleiten, erhielten inzwischen deutlich über fünfzig Prozent aller infrage kommenden Erziehungsberechtigten Rückerstattungen, z.B. für den Besuch einer Musikschule oder die benötigte Ausrüstung im Freizeitsport. Auch sei die Grundsatzentscheidung, Leistungen auf den Einzelfall, das heißt, auf das einzelne Kind, die einzelnen Erziehungsberechtigten zuzuschneiden, richtig gewesen. „Das Bildungspaket überlässt der einzelnen Familie, dem alleinerziehenden Elternteil die Entscheidung darüber, welche Angebote als besonders attraktiv eingeschätzt werden und wo man sich vorrangig engagieren möchte. Eine punktgenau finanzierte Sach- oder Dienstleistung stärkt Schüler und Schülerinnen wie auch deren Eltern in ihrer autonomen Entscheidungsfindung und gewährleistet im Gegensatz zum Gießkannenprinzip mit dessen Sickereffekten zusätzlich Kostentransparenz“, erläuterte Böhm. Der Individualanspruch biete einen unmittelbaren Einblick in Kostenstrukturen und zeige, was die Mitgliedschaft in einem Verein oder eine zusätzliche Förderstunde koste. Sie zwinge auch Anbieter, ihre Kostengestaltung offen- zulegen und sparsam zu wirtschaften, kommentierte Böhm weiter.

Kritisch beurteilte der VDR-Bundesvorsitzende noch bestehende bürokratische Hemmnisse und das Verhalten einzelner Bundesländer und Großkommunen, die nach der Auflage des „Bildungspakets“ erst mit einigem Zögern die organisatorischen Voraussetzungen für die Inanspruchnahme von Leistungen geschaffen hatten. Bundesländer wie Berlin oder die Verwaltung der Stadt Köln seien aufgefordert, noch vorhandene Informationsdefizite und Schwächen bei der Bearbeitung von Erstattungsanträgen umgehend zu beheben. „Es dürfen natürlich die notwendigen organisatorischen Aufgaben, die dieses wichtige Unterstützungssystem mit sich bringt, von den Sachaufwandsträgern nicht einfach an den Schulen abgeladen werden“, mahnt Böhm.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM-VDR-120402.pdf

Autor: Karlheinz Kaden, Pressesprecher