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Klare Position der Realschullehrer - Realschule und Realschulbildung in Baden-Württemberg unverzichtbar

Gemeinsame Presseerklärung des VDR-Bund und RLV-Baden-Württemberg vom 13.03.2012

Realschullehrerverband (RLV) verabschiedet am 09.03.2012 "Löwensteiner Positionspapier"

Die diesjährige Klausurtagung des RLV in Löwenstein, Kreis Heilbronn, befasste sich mit dem hohen Stellenwert der Realschule in der baden-württembergischen Schullandschaft und grundsätzlichen Positionen des Realschullehrerverbandes. Jeglichen Versuchen, das hoch anerkannte Bildungsangebot der Realschulen durch Schulstrukturexperimente zu zerstören und Kinder zu Versuchsobjekten zu machen, wurde eine klare Absage erteilt.

Folgende Grundpositionen wurden von den Realschulvertretern verabschiedet:

• Die Eigenständigkeit der Realschulen in Baden-Württemberg ist ein unverzichtbares Element der Bildungsqualität in unserem Bundesland.

• Schülerinnen und Schüler und deren individuelle Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt der differenzierten Bildungsarbeit an den Realschulen.

• Die enge Vernetzung und Kooperation der Realschulen sowohl mit beruflichen Gymnasien als auch mit Partnern aus Industrie und Dienstleistung ist dringend
erforderlich.

• Der Bildungsweg über die Realschulen und beruflichen Gymnasien bis hin zum Abitur und Hochschulstudium braucht Akzeptanz aus der Politik in die Gesellschaft
hinein und darf nicht als "Umweg" diffamiert werden. Er leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit und zur Bildungsqualität in unserem Land.

• Alle Schularten in unserm Land brauchen gleiche Wertschätzung und passgenaue Ausstattung.

• Verbünde und Kooperationen zwischen den anerkannten Schularten müssen möglich sein, um Bildungsangebote und Schulstandorte zu sichern.

• Die Realschule muss als eine Schule des sozialen Aufstiegs gerade für Kinder mit Migrationshintergrund gestärkt werden.

• Die Realschule leistet mit ihrer hohen Qualität einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM-VDR-120313.pdf

Autor: Karlheinz Kaden, Pressesprecher