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VDR-Vorsitzender Böhm: „Klares Bekenntnis der Delegierten von CDU und FDP auf Bundesparteitagen zu Bildungsföderalismus stärkt differenzierte, leistungsorientierte Bildungsangebote in den Ländern“

„In 1600 Änderungsanträgen haben die Delegierten des CDU-Bundesparteitages in Leipzig eindrucksvoll gezeigt, dass es für die Bildung in den Bundesländern keine Einheitslösung geben kann. So sprachen sie sich, wie bereits schon die Delegierten des FDP-Bundesparteitages, dafür aus, den Bildungsföderalismus zu stärken, der je nach den Gegebenheiten und Verhältnissen in den Bundesländern passgenaue Lösungen für die Kinder und Jugendlichen bereithalten muss“, so der Bundesvorsitzende des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR), Jürgen Böhm, am Rande des CDU-Bundesparteitages.

Eine tragende Säule moderner Bildung stelle dabei die anerkannte Realschule und die Realschulbildung dar und müsse in den Bundesländern, in föderaler Verantwortung, fest verankert werden. Gerade die Realschulbildung mit dem akzeptierten Realschulabschluss biete das, was von allen verantwortungsbewussten gesellschaftlichen Kräften für eine ‚Bildungsrepublik Deutschland‘ gefordert werde: Qualität, Zukunftstauglichkeit, Übergange und Integration.

Das ‚Leipziger Bekenntnis‘ der CDU zum Gymnasium reiche dabei für die Zukunft nicht aus. Neben der gymnasialen Bildung finden fast 50 Prozent aller Jugendlichen in der Bundesrepublik den Weg hin zu einer Hochschulausbildung über verschiedenste Wege und vor allem über die Realschule und den Realschulabschluss. Statt Bildungskonzepte schlecht zu reden und nach Schulzusammenlegungen und „Oberschulen“ zu rufen, müsse man auf Bildungskonzepte blicken, die bewiesen haben, dass sie in der Lage sind, die wichtigen Fragen an die Bildung in Deutschland mit höchster Qualität zu beantworten und den Heranwachsenden eine wirkliche Perspektive geben.

„Sachsen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg haben auf Grundlage der regionalen und historischen Gegebenheiten - nach bester föderaler Tradition - unterschiedliche differenzierte Bildungsangebote geschaffen, die nachweislich zu bester Bildungsqualität und internationalen Spitzenplätzen führen. Dabei spielen Realschulen, Realschulbildung, der Realschulabschluss und die hochdifferenzierte Berufliche Bildung eine entscheidende Rolle - das muss auch Frau Schavan einsehen und die föderalen Realitäten in den bevölkerungsreichsten Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen mit hunderten moderner Realschulen anerkennen“, betonte Böhm nach den Ergebnissen von Leipzig und Frankfurt am Main.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM-VDR-111115.pdf

Autor: Karlheinz Kaden, Pressesprecher