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Bildungsstaatsvertrag kann hohe Qualität des Realschulabschlusses bundesweit stärken

VDR-Bundesvorsitzender Böhm begrüßt die Initiative der Kultusminister Bayerns, Mecklenburg-Vorpommerns und Sachsens

„Die hohe Qualität des Realschulabschlusses kann nur durch die Kompetenz und Erfahrung der einzelnen Länder gesichert werden. Dazu müssen anspruchsvolle Standards gesetzt werden, die deutschlandweit Anwendung finden“, so äußerte sich der Bundesvorsitzende des Verbandes Deutscher Realschullehrer, Jürgen Böhm, nach der Bundespressekonferenz der Kultusminister am Freitag.

Ziel müsse es sein, die hohe Anerkennung des Realschulabschlusses und der Realschulbildung in ganz Deutschland zu festigen und den Realschülerinnen und Realschülern beste Startchancen in das Berufsleben bzw. für eine weitere schulische Ausbildung zu geben. Dabei könne von den Erfahrungen der starken Realschulländer profitiert werden, die nachweislich beste Ergebnisse in internationalen Vergleichsstudien erreichten. Böhm betonte: „Abstriche bei der Qualität oder eine Verflachung des wichtigen Realschulabschlusses können wir uns als Innovations- und Industriestandort, der händeringend nach qualifizierten Fachkräften sucht, in keinem Bundesland leisten.“

Den Bestrebungen, zentralistisch in die Hoheit der Länder einzugreifen, erteilte Böhm eine klare Absage. „Wer ein einheitliches Schulsystem, einheitliche Schularten und einheitliche Lehrpläne fordert, ignoriert die historischen und kulturellen Besonderheiten sowie die föderalen Traditionen der einzelnen Länder und experimentiert mit unserer Jugend.“

Mit Nachdruck appellierte Böhm an alle Bundesländer, sich dieser Initiative zu einem Staatsvertrag anzuschließen, um die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zu gewährleisten und beste Bildungschancen für alle Kinder in allen Teilen Deutschlands zu eröffnen.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM-VDR-1100709.pdf

Autor: Karlheinz Kaden, Pressesprecher