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„Josef Kraus ist weiterhin Vorkämpfer für realistische und leistungsorientierte Schulpolitik ...“

VDR-Bundesvorsitzender Böhm würdigt Arbeit des Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes (DL) anlässlich seiner Wiederwahl


„Josef Kraus ist als Vorsitzender des Deutschen Lehrerverbandes ein maßgeblicher, stets präsenter Vertreter der deutschen Lehrerschaft. Seine Stimme wird gehört, seine begründeten Ansichten und Vorschläge sind aus Printmedien, TV-Diskussionen und Verbandsleben nicht wegzudenken“, würdigte Jürgen Böhm, Vorsitzender des Deutschen Realschullehrerverbandes, Kraus´ bildungspolitisches Wirken seit über 24 Jahren anlässlich der einstimmigen Wiederwahl durch die Delegierten des Bundeshauptausschusses aus den vier Mitgliedsverbänden (dphv, BLBS, VLW, VDR) am 18. Mai in Berlin.

Zeitgleich verabschiedete das Gremium Leitlinien des Deutschen Lehrerverbandes für die kommende Amtsperiode bis 2014. Unter der Überschrift „Differenzierung statt Profillosigkeit. Leistungsgerechtigkeit statt Gefälligkeitspädagogik“ entwickelt der Verband darin seine Positionen und Strategien für die kommenden Monate und Jahre. Sie enthalten unter anderem die Forderung: „Eine Nation, die kulturell, wirtschaftlich und politisch bestehen will, muss in Zeiten fortschreitender, global bedingter Pluralisierungen ein plurales, differenziertes Bildungswesen vorhalten“. Die gegenwärtige Entwicklung in einer Reihe von Bundesländern hält der Dachverband für kontraproduktiv, wobei er sich auf Ergebnisse empirischer Bildungsforschung berufen kann: „Die Behauptung, weltweit habe sich die Einheits- und Gesamtschule als überlegen durchgesetzt, ist nachweislich falsch. Für Deutschland gilt: Gesamtschule in der Bundesrepublik hat trotz privilegierter Personal- und Sachausstattung Jahrzehnte durchschlagender Erfolglosigkeit hinter sich...“. Schule müsse in Deutschland durch die Bereitstellung differenzierter Bildungsgänge und vielfältiger Übergangsmöglichkeiten noch mehr zu einem Garant für Individualisierung und die Gestaltung individueller Bildungsbiographien werden.

„Diese Schlussfolgerungen sind mit den Überzeugungen des Deutschen Realschullehrerverbandes (VDR) deckungsgleich. Wer leichtfertig mit bewährten und leistungsstarken Bildungskonzepten, Bildungsgängen und Bildungsabschlüssen wie der Realschulbildung und des Realschulabschlusses umgeht, der spielt mit der Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Einheitskonzepte und die Entmündigung der Bürger haben Deutschland historisch nachweisbar immer geschadet“, so Böhm in seiner Funktion als einer der Vizepräsidenten des DL.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM-VDR-110521.pdf

Autor: Karlheinz Kaden, Pressesprecher