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Die Realschule – mittendrin und unverzichtbar!

Landesvorsitzende und Bundesvorsitzender des Realschullehrerverbandes betonen vor den Landtagswahlen die Unverzichtbarkeit der Realschule im erfolgreichen vielgliedrigen Bildungswesen Baden-Württembergs

„Die Realschule als Rückgrat unseres Bildungssystems leistet mit ihrer theoretisch-praktischen Ausrichtung einen unverzichtbaren Beitrag zur individuellen Förderung, sie erfüllt das Anrecht von Kindern und Jugendlichen nach passgenauer Bildung und wird von den Heranwachsenden, den Eltern und der Wirtschaft gleichermaßen hoch geschätzt“. Dies betonten übereinstimmend die Landesvorsitzende des RLV, Irmtrud Dethleffs-Nies, und der Bundesvorsitzende des VDR, Jürgen Böhm, auf einem Arbeitstreffen im Vorfeld der Landtagswahlen in Baden-Württemberg am vergangenen Wochenende.

Wer die Realschule und die Realschulbildung in Frage stelle, der stelle die Individualität der Heranwachsenden, die Vielfalt der Entwicklungsmöglichkeiten und ein Erfolgsmodell in Frage. Diesen Appell richteten beide Realschulvertreter in Richtung der Parteien, die sich am kommenden Sonntag um die Landtagsmandate in Baden-Württemberg bewerben. Experimente mit Schülerinnen und Schülern, überflüssige und teure Strukturveränderungen sowie den Etikettenschwindel einer sogenannten Gemeinschaftsschule könne sich ein solch erfolgreiches Land angesichts der Herausforderungen der Zukunft nicht leisten.

Eltern schickten ihr Kind zur Realschule, wohl wissend, dass es dort höchstmögliche Förderung und Unterstützung bei der Bewältigung von schulischen Herausforderungen erhalte. Darüber hinaus vertrete die Realschule ein Bildungskonzept, das sich an den Schülerinnen und Schülern orientiere und diese in den Mittelpunkt stelle. Abgestimmte Methoden, Arbeit mit den jeweiligen Stärken von Jugendlichen und Unterstützung beim Entwickeln ihrer Fähigkeiten sind neben der Verknüpfung von theoretischem Wissen und praktischem Tun zentrale Punkte, die die Arbeit an den Realschulen bestimmen. Auf diese Weise gelingt es an den Realschulen tagtäglich, unterschiedlichste Lern- und Leistungsniveaus auszubalancieren und ein Bildungsfundament zu schaffen, das viele Wege im Anschluss an den Realschulabschluss eröffne. Die Abgänger der Realschulen, auf die man angesichts des drohenden Fachkräftemangels niemals verzichten könne, seien als Bewerber für anspruchsvolle Berufsausbildungen und weiterführende Bildungsangebote bis hin zur Hochschule höchst begehrt.

Die Vertreter der Realschullehrkräfte betonten am Ende ihres Gespräches übereinstimmend: „Wir fordern, dass die erfolgreiche Realschule erhalten bleiben muss und treten dafür ein, dass auch in den kommenden Jahren eine konsequente und qualitative Weiterentwicklung dieser modernen und zukunftsfähigen Schulart stattfindet.“

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM-VDR-110320.pdf

Autor: Karlheinz Kaden, Pressesprecher