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„Qualität der Realschulbildung im Saarland muss erhalten und ausgebaut werden – keine teuren Strukturveränderungen“

VDR-Bundesvorsitzender Jürgen Böhm und VDR-Landesvorsitzende Inge Röckelein bezweifeln, dass die sogenannte „Gemeinschaftsschule“ den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist

Während seines Aufenthaltes im Saarland in den letzten Tagen kritisierte der VDR-Bundesvorsitzende Böhm zusammen mit der saarländischen VDR-Vorsitzenden Röckelein scharf, die von der „Jamaika-Koalition“ und unter der signalisierten Zustimmung der LINKEN geplante Verfassungsänderung zur Einführung einer „Gemeinschaftsschule“ ab 2012.

„Diese Entwicklung stellt klar eine Abkehr von den Prinzipien der Qualität, der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler und der Leistungsorientierung dar. Eine Strukturreform in Zeiten leerer Kassen und noch dazu unter Mithilfe der LINKEN löst keine der drängenden Fragen in der Bildungspolitik“, so Böhm.

Hervorragende Entwicklungen der letzen Jahre, die die Qualität gerade der Erweiterten Realschulen im Saarland stärkten und die Übergänge für die Heranwachsenden bis hin zur Hochschule erleichterten, würden durch diese geplanten fraglichen Veränderungen ad absurdum geführt.

„Wer denkt, mit faulen Kompromissen und auf dem Rücken der Kinder Mehrheiten zu generieren, verliert an Glaubwürdigkeit und verprellt die eigenen Wähler“, stellten Röckelein und Böhm übereinstimmend fest. Die unzulässige Verknüpfung der Schulstrukturdiskussion, des demographischen Wandels und der Problematik des Unterrichtsausfalls, wirke wie der hilflose Versuch durch öffentlichkeitswirksame Umetikettierungen Teile der „Jamaika-Koalition“ zu befrieden.

Viel drängender wäre derzeit die qualitative Stärkung der bestehenden Schulstrukturen. Anerkannte Abschlüsse, wie der Realschulabschluss müssen noch verstärkter auf die Anforderungen der Zeit ausgerichtet werden. Im Bereich der sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) besteht hier zum Beispiel großer Handlungsbedarf. Die drohende Fachkräftelücke in Wirtschaft und Verwaltung kann nur mit hervorragend ausgebildeten Jugendlichen geschlossen werden. Hier hilft kein Etikettenschwindel.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM-VDR-110220.pdf

Autor: Karlheinz Kaden, Pressesprecher