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Erfreuliche Tendenz nach oben ...

VDR-Bundesvorsitzender Böhm würdigt die erbrachten Leistungen deutscher Schüler in der aktuellen PISA-Studie

Eine erfreuliche Entwicklung erkannte Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Verbandes Deutschen Realschullehrer (VDR), in den am Dienstag vorgestellten Ergebnissen der jüngsten PISA-Studie der OECD. So sei bemerkenswert, dass sich seit Beginn der PISA-Erhebungen im Jahr 2000 die Leseleistungen der deutschen Schülerinnen und Schüler wesentlich verbessert hätten und die Mathematikleistungen nunmehr deutlich über dem OECD-Durchschnitt lägen. Auch in den Naturwissenschaften ordneten sich die Leistungen der in Deutschland zur Schule gehenden Jugendlichen signifikant über dem Durchschnitt der Teilnehmerländer ein.

„Es hat sich in den vergangenen zehn Jahren sehr viel getan und die Lehrkräfte in Deutschland leisten eine wertvolle und hoch anzuerkennende Arbeit, die leider nicht immer die notwendige gesellschaftliche Anerkennung erfährt“, so Böhm. Der anspruchsvolle Beruf des Lehrers erfordere hervorragend ausgebildete Pädagogen, die an den Schulen Freiräume und beste Rahmenbedingungen benötigten. Der entscheidende Faktor für die Zukunftsfähigkeit von Schule sei die Unterrichtsqualität.

Der Bundesvorsitzende konstatierte, dass Kultusministerien und Bildungsverwaltungen seit dem ersten PISA-Schock ernsthaft und nachhaltig an Verbesserungen gearbeitet hätten, die jetzt wirksam würden. Ein wichtiger positiver Beitrag stamme zum Beispiel aus jenen Bundesländern, die auf der Basis von Sprachentwicklungstests eine konsequente Förderung noch nicht schulpflichtiger Kinder eingerichtet hätten und nun von der verbesserten Schulfähigkeit ihrer Erstklässler profitierten. Förderung müsse frühzeitig einsetzen und sich an den Begabungen und Neigungen der Heranwachsenden orientieren. Gerade Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund profitierten von differenzierten Bildungsangeboten, die eine individuelle Förderung zuließen.

Böhm plädierte dafür, die PISA-Studie dahingehend auszuwerten, in welcher Weise sich die Ergebnisse der einzelnen Bundesländer voneinander unterscheiden. Fachleute vermuteten hier eklatante Unterschiede, die von einigen sogenannten „Bildungsexperten“ einfach ignoriert würden. Die Kopien von asiatischen oder nordeuropäischen Schulsystemen brächten Deutschland nicht weiter. „Es gibt überhaupt keinen Anlass, Veränderungen von bewährten und anerkannten Schulstrukturen zu fordern und nicht erst seit dem nationalen Bildungsbericht 2010 ist ganz klar, wo in der Bundesrepublik und in welchen Schularten welche Leistungen erbracht werden“, erklärte Böhm.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM-VDR-101208.pdf

Autor: Karlheinz Kaden, Pressesprecher