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„Klares Bekenntnis der deutschen PISA-Siegerländer zum differenzierten Schulsystem und gegen Einheitsschule“

„Es wird Zeit, dass sich die Bildungspolitik wieder der Bildungsqualität zuwendet, klares Profil zeigt und keine Energie mit überholten Einheits-, Gemeinschafts- und Gesamtschuldebatten verschwendet wird“, so der Vorsitzende des Verbandes Deutscher Realschullehrer am Rande der heutigen Bundespressekonferenz in Berlin.

Die Erfolge der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen, die in den letzten Jahren in einer Reihe internationaler und nationaler Bildungsstudien eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurden, zeigten deutlich, dass die Weiterentwicklung und qualitative Verbesserung differenzierter Systeme für klare Lernfortschritte bei Schülerinnen und Schülern sorge. Es sei erschreckend, dass das Leistungsniveau von Heranwachsenden in Gesamtschulsystemen erheblich hinter dem ihrer Altersgenossen in gegliederten Systemen hinterherhinke. Böhm erinnerte an die ELEMENT-Studie, die PISA-E-Studie 2006 und den Bildungsvergleich der Länder 2010.

„Die von den Ministern vorgelegten 12 Thesen zum differenzierten Schulsystem bilden eine tragfähige Basis zur Weiterentwicklung der erfolgreichen differenzierten Systeme und setzen den Schwerpunkt beim entscheidenden Adressaten von Bildung, beim einzelnen Kind“, betonte Böhm.

Realschulen und Realschulbildungsgängen kommt im differenzierten System, als qualitativ starker mittlerer Säule, eine zentrale Rolle zu. Gerade die Realschulbildung ermöglicht über die Wege der beruflichen Bildung Übergänge in hochqualifizierte Berufsfelder und zum Hochschulstudium. Es gäbe keine sogenannten „Königswege“ in die Berufswelt des 21. Jahrhunderts. Am Ende muss der Einzelne mit den entsprechenden Kompetenzen ausgestattet sein, um die eigene Zukunft zu gestalten. „Wege dazu gibt es viele“, stellte der Bundesvorsitzende klar.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM-VDR-101022.pdf

Autor: Karlheinz Kaden, Pressesprecher