zurück
VDR-Bundesvorsitzender Böhm: Konzentration auf Kernauftrag „Reale Bildung“ - Realschule und die Realschulbildung in Deutschland sind hoch anerkannt, zukunftsorientiert und leistungsstark

Wissenschaftlicher Beirat des VDR formuliert Arbeitsschwerpunkte für laufendes Geschäftsjahr

Auf einer gemeinsamen Arbeitstagung des Geschäftsführenden Vorstandes des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR) und des Wissenschaftlichen Beirats seines Mitgliedermagazins „Realschule in Deutschland“ am vergangenen Wochenende in Mainz nahmen die Vertreter beider Gremien die Fehlschläge bei der Umgestaltung von Schulstrukturen in den Bundesländern Hamburg und Saarland zum Anlass, die Bildungspolitik vor einer immer größer werdenden Entfernung von den Realitäten und den „wirklich wichtigen Aufgaben in den allgemeinbildenden Schulen“ zu warnen. Für das Mittlere Schulwesen und die Realschulen in den Bundesländern gelte es, deren Kernauftrag, die Vermittlung „Realer Bildung“ nicht zu vernachlässigen. Dazu gehörten eine breit ausgefaltete Differenzierung mit berufspropädeutischen, aber auch musischen oder sozialen Schwerpunkten, ein konsequentes Heranführen an und Einüben von Werten und Tugenden des sozialen Zusammenlebens und der Wirtschaft und ein klares Bekenntnis zum Leistungsgedanken.

In Anbetracht des zu erwartenden Fachkräftemangels können gerade die Realschulen und die Realschulbildungsgänge passende Antworten geben. Qualifikationen im MINT-Bereich, die Fähigkeiten theoretisches Wissen praktisch anzuwenden und Leistungsbereitschaft zeichnen die erfolgreichen Realschulabsolventen aus. Alle Wege in moderne, anspruchsvolle Berufsfelder und hin zu zukunftsweisenden Studiengängen stehen Realschülern offen. Wissenschaftliche Studien belegen ein hervorragendes Abschneiden von Realschülern und führen alle überholten Schulstrukturdebatten- bzw. Vereinheitlichungsbestrebungen ad absurdum.

Vorstand und Wissenschaftlicher Beirat wollen sich im laufenden Geschäftsjahr verstärkt mit Fragen der Bildungsökonomie und klassischen Verläufen von Bildungsbiographien beschäftigen. Das Material von PISA- und anderen schulischen Leistungsstudien berge ein Fülle von bisher gar nicht oder nur unvollständig ausgewerteten Daten, die zur Aufklärung über harte Faktoren erfolgreicher Schullaufbahnen beitragen können. Flankierend soll eine standardisierte Mitgliederbefragung zusätzliche Aufschlüsse erlauben.

Die dem Wissenschaftlichen Beirat des Verbandsmagazins „Realschule in Deutschland angehörenden Wissenschaftler vertreten das Fach „Erziehungswissenschaften“ oder verwandte Disziplinen an den Universitäten Bielefeld, Karlsruhe, Lüneburg, München, Paderborn, Rostock und Ulm. Sie beraten die Redaktion bei der Berücksichtigung und Darstellung aktueller Entwicklungen in ihrer Disziplin und stellen eigene Arbeitsergebnisse vor.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM-VDR-100919.pdf

Autor: Karlheinz Kaden, Pressesprecher