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Erhalt der Realschule in Schleswig-Holstein sichern

„Wer die Mitte zerstört, bringt das Gebäude zum Einsturz“, stellte der Bundesvorsitzende des Realschullehrerverbandes (VDR), Albert Obert, am Samstag in Lübeck fest. Am Rande einer bildungspolitischen Fachtagung kritisierte er die Streichung der Schulform Realschule im Schulgesetz als „leichtfertig und verantwortungslos“. Die Kieler Regierungskoalition aus CDU und SPD beabsichtigt bis 2010, die weiterführenden Schulformen Hauptschule und Realschule durch Regionalund Gemeinschaftsschulen zu ersetzen.

„Statt die schlechten Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungsarbeit zu verbessern, verheddert sich die Kieler Koalition in organisatorischen Irrungen und Wirrungen, die die schleswig-holsteinischen Schulen und die Elternschaft im nördlichsten Bundesland enttäuschen und verunsichern.“

Mit seiner Kritik an der Kieler Schulpolitik stärkte Obert der schleswigholsteinischen VDR-Landesvorsitzenden Grete Rhenius, die auf dem Weg zur Beantragung eines Volksentscheides inzwischen wichtige Hürden genommen hat, den Rücken. So wird der VDR Schleswig-Holstein von Juni bis Dezember dieses Jahres ein Volksbegehren durchführen. Die Bürgerinnen und Bürger können durch ihre Unterschrift dazu beitragen, die Realschule und ihre allseits anerkannte Bildungsqualität zu erhalten und einen Volksentscheid zu erzwingen. Auf der Bundesvorstandssitzung waren sich die Realschulvertreter aller Bundesländer darin einig, den VDR Schleswig-Holstein im Kampf um die Wiedereinführung der Realschule vorbehaltlos zu unterstützen.

Der Deutsche Realschullehrerverband (VDR) setzt sich mit seinen rund 20.000 Mitgliedern bundesweit für ein ausdifferenziertes Schulwesen ein, innerhalb dessen Mittlere Bildungsabschlüsse mit weiterführenden berufs- und studienbezogenen Perspektiven erreicht werden können.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM-VDR-090517.pdf

Autor: Jochen Smets, Pressesprecher