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Realschulen sind bedroht
VDR kritisiert: Wer Haupt- und Realschulen verschmilzt, verschlechtert die Bildung der Kinder.

Realschulen bieten – das ist nicht erst seit PISA bekannt – erwiesenermaßen hohe Bildungsqualität und beste Lebenschancen. Und dennoch (oder gerade deswegen?) werden Realschulen landauf, landab preisgegeben, um die angeblich nicht überlebensfähigen Hauptschulen zu retten. Die „Gemeinschaftsschule“ (Schleswig- Holstein), die „Stadtteilschule“ (Hamburg) oder die „Verbundschule“ (Nordrhein-Westfalen) sind nur unterschiedliche Etiketten einer höchst bedenklichen Entwicklung. Das Ergebnis bleibt überall gleich: Die herausragende Bildungsqualität der Realschulen wird auf dem Altar der Einheitsschul-Ideologen geopfert.

Aus Sicht des Verbandes Deutscher Realschullehrer ist das ungeheuerlich, wie VDR-Vorsitzender Albert Obert bei einem Realschul-Bildungskongress der Universität Karlsruhe betonte. Realschulen böten mit ihrem aus erhöhten theoretischen Anforderungen und gleichzeitig vielen praktischen Optionen gespeisten Profil ideale Voraussetzungen für weitere Ausbildungen im beruflichen wie schulischen Bereich. „Realschulen legen in vorbildlicher Weise die Grundlagen für technisches und gleichzeitig wirtschaftliches Verständnis – und damit für die Anforderungen der heutigen Arbeitswelt“, sagte Obert. „Und über Gymnasien des beruflichen Schulwesens stehen alle Türen zu den Hochschulen offen.

“Vor diesem Hintergrund kritisiert der VDR die Zerstörung der Realschulen in einigen Bundesländern aufs Schärfste. „Wer Haupt- und Realschulen verschmilzt, verschlechtert die Bildung der Kinder. Statt die Hauptschüler in angemessener Weise zu fördern, werden den Realschülern Bildungschancen genommen“, stellte Obert fest. „Dies sind unverantwortliche Experimente mit ungewissem Ausgang.“

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM-VDR-090315.pdf

Autor: Jochen Smets, Pressesprecher