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Deutsche Schulen holen weiter auf
Auch IGLU und TIMSS liefern keine Argumente für Schulstruktur-Experimente.

Was sich bei PISA andeutete, hat sich bei IGLU und TIMSS fortgesetzt: Die beiden jüngst vorgestellten Grundschulstudien verdeutlichen ebenso wie PISA, dass das deutsche Schulsystem Fortschritte macht. IGLU und TIMSS zeigen, dass die deutschen Grundschulen im internationalen Vergleich teilweise klar über dem Durchschnitt liegen. Die erheblichen Reformanstrengungen der letzten Jahre zeigen Wirkung. „Diese Fortschritte sind übrigens nicht mit hektischen, ideologisch motivierten Schulstruktur-Veränderungen erzielt worden“, betont Albert Obert, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Realschullehrer. „Weder PISA noch IGLU oder TIMSS liefern Argumente für Schulstruktur-Experimente.“

Kritisch anzumerken bleibt aus Sicht des VDR, dass es unter den Grundschülern insgesamt zu viele Leistungsschwache und zu wenig Leistungsstarke gibt. Darüber hinaus ist der Einfluss des sozialen und kulturellen Hintergrunds auf die Leistungsentwicklung der Kinder an den deutschen Grundschulen sehr hoch. „Dass dies bei PISA, das die Fähigkeiten 15-Jähriger, also Pubertierender, misst, nicht besser wird, muss jedem klar sein, der sich auch nur halbwegs in der Jugendpsychologie auskennt. Dies hat auch nichts mit der differenzierten Weiterbildung in der Sekundarstufe zu tun“, so Obert.

Die Probleme sind erkannt und können bei Einsatz entsprechender Ressourcen und Schaffung besserer Voraussetzungen behoben werden. Nötig sind dazu kleinere Klassen sowie mehr Lehrer, Förderlehrer und Sozialarbeiter – und kein Herumdoktern an Schulstrukturen.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM-VDR-081211.pdf

Autor: Jochen Smets, Pressesprecher