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Hauptschulen fördern, nicht abschaffen
Bildungsbericht: Kein Steinbruch für Einheitsschul-Ideologen

Wie nicht anders zu erwarten, missbrauchen linke Politiker den neuen Bildungsbericht von Bund und Ländern als Steinbruch für ihre Einheitsschul-Ideologie. „Die Tatsache, dass die Zahl der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss weiterhin zu hoch ist, rechtfertigt aber nicht die Abschaffung der Hauptschulen. Im Gegenteil: Nötig wäre es, Hauptschulen und Hauptschüler besser zu fördern, damit niemand auf dem Weg zurück bleibt“, erklärt Albert Obert, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Realschullehrer. Stichworte sind hier Schulsozialarbeit und der Ausbau des Ganztagsangebots. Auch die Elternhäuser müssen stärker in den Blick genommen werden. Denn nicht nur in der Schule, sondern auch und besonders im Elternhaus liegen die Wurzeln für schulischen Erfolg oder Misserfolg. Auch die Wirtschaft steht in der Verantwortung, für schwächere Schulabsolventen Möglichkeiten der Ausbildung und Beschäftigung bereitzustellen. Grundsätzlich löst die Abschaffung der Hauptschulen nicht die Probleme der Hauptschüler, betont Obert. Eine Zusammenlegung mit anderen Schulformen verlagert die Probleme nur. Es ist naiv, eine Einheitsschule installieren und den mittleren Bildungsabschluss zum Regelabschluss erklären zu wollen. Dies kann nur auf Kosten der Qualität gehen. Im Übrigen sind die Hauptschulen bei weitem nicht so schlecht, wie sie von interessierter politischer Seite gerne gemacht werden. Das zeigen zahlreiche Beispiele nicht nur in Bayern und Baden-Württemberg.

Pressemitteilung in pdf-Format zum Download: PM-VDR-080613.pdf

Autor: Jochen Smets, Pressesprecher